LIMBO

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Synopsis

Ein Film in einem Take: Als eine junge Compliance Managerin auf ein Geldwäsche-Netzwerk stößt, kreuzen sich ihre Wege noch am selben Abend mit denen eines alternden Kleinganoven, einem verdeckten Ermittler und einem Wiener Gangsterboss. Bei einem illegalen Bare-Knuckle-Kampf verweben sich deren Schicksale in einem Strudel aus Macht, Angst und Gewalt. Als es schließlich zum finalen Kampf in der Arena kommt, geht es für alle schon lange um mehr als nur Gewinnen oder Verlieren…

Cast & Crew

Darsteller

Elisa Schlott - Ana Bergmann Tilman Strauß – Carsten/Yannik Martin Semmelrogge - Ozzy Christian Strasser - Wiener Mathias Herrmann – Frank Mailing Steffen Wink – Henry Dubois

Stab

Regie Tim Dünschede

Buch Anil Kizilbuga

Kamera Holger Jungnickel

Schnitt Anil Kizilbuga, Tim Dünschede

Szenenbild Verena Barros de Oliveira

Musik David Reichelt

Ton Miguel Murietta Vasquez, Jannik Flieger, Tolga Yilmaz, Tobias Rehm

Tonmischung David Wasielewski (Orange Sound)

Farbkorrektur Markus Baburske

Produktionsleitung Johanna Huber

Director´s Note

Mit seiner Umsetzung alles in einer einzigen, fortlaufenden Einstellung zu drehen, war LIMBO eine einmalige Herausforderung, in deren Genuss man als Regisseur nicht oft kommt. Eine Form, bei der man durch Verzicht eine neue, vollkommene, unverfälschte Authentizität erschaffen kann. Ohne die Montage, einem der wichtigsten filmischen Gestaltungsmittel gibt es kein “entweder oder”, keine Optionen, kein Hin und Her, keinen Rettungsanker. Alles was man sieht ist da, direkt und ohne Umschweife. Erzählzeit wird zu Echtzeit. Ist der Startschuss einmal gefallen, gibt es kein Zurück, kein Halten mehr. 89 Minuten Leben in 89 Minuten gedrehtem Film.
Einen Film auf dieses Weise zu realisieren forderte uns als Filmemacher noch einmal auf einer ganz neuen Art heraus und bedurfte ein grundsätzliches Umdenken. Planung, Reduktion aber auch Flexibilität waren nötig um Konventionen umgehen zu können. Im Vergleich zu herkömmlich gedrehten Filmen bekam die Vorbereitung eine noch ausschlaggebendere Bedeutung. In einer intensiven Probenzeit galt es gemeinsam mit den Schauspielern und der Kamera das Tempo, den Rhythmus, die Sprache des Films zu finden und zu formen. Das Zusammenspiel mit der Kamera wurde zu einer Choreographie und mündete letztlich in einer Symbiose bei der das Eine das Andere unmittelbar bedingt.
Dieser Umstand brachte ein völlig neues visuelles Storytelling mit sich. Eine Erzählweise,bei welcher sich die Gewichtung der Arbeit für uns komplett verschob. Wie in der Geschichte, brachte jede Aktion eine Reaktion mit sich, löste jede Handlung eine Folge aus, verbunden und bedingt in einer immer fortlaufenden Kausalitätskette. So beeinflussen sich auch Schauspiel und Kamera auf eine neue, intensive Weise. Eine Art der Arbeit, die sehr viel Freiheit mit sich zu bringen scheint, doch dafür auch sehr viel Vertrauen und Vorarbeit fordert.